Teufel, Schafe, Wölfe – und Perversionen

Mit einem frischgebackenen Franziskus könnte doch gut Kirschen Essen sein – so lange die nicht aus Nachbars Garten stammen. Er will uns also ein guter Hirte sein – nur Schafe brauchen Hirten, aber Schafe gibts ja auch genug, die man vor den Bösen schützen muss – vor den Wölfen!

Ich gebe es zu: Manchmal fühle ich mich zu den Wölfen hingezogen, selbst wenn, wer nicht zu Gott, zum Teufel betet. In diesen Momenten bebt mein sittliches Fundament – wahrscheinlich haben meine Eltern auf Sand gebaut. Und ich verliere mich im Netz, wenn ich irgendwo einsteige, und der Einstieg mein Twitter-account ist: “Welt der Erotik”.

Da versameln sich Sex-worker, Cam-Girls, Neoliberale und weiß der Teufel wer noch, weil im Titel des Accounts “Erotik” vorkommt. Das ist der reinjste Sündenpfuhl – jetzt, wo wir den neuen Pabst haben, bin ich dafür außerodentlich sensibilisiert.

Mein Körper wogte sich im Takt der Musik. Die Augen geschlossen nahm ich jeden Ton mit jeder Faser meines Körpers auf. Ich war eins mit der Musik.

Ich spürte eine Hand an meinem Hintern.

Das sind ein paar Zeilen aus der Kurzgeschichte “Und dann kam Sharon“, in der es ums erotische Tequila-Trinken geht.

Ich wurde zu ihrem persönlichen “all-time-favorite-Tequilla-Kisser”, zu ihrem Toy-Boy.

Ich könnte solche Geschichten für mich selbst auch weiter ausspinnen, wenn ich dann nicht noch ein paar weiteren Links gefolgt wäre.
Merkwürdigerweise war das Sado-Maso-Thema mal wieder vorherrschend.

Frau sollte nur ausnahmsweise so planlos sich in Sex-Geschichten verlieren, sondern lieber den Sex kommunizieren, besonders wenn ihre Rolle die Sexpertin ist. Aber heute war ich es nicht und habe bloß geträumt – wieder mal.  Ich könnte jetzt ganz brav Besserung geloben. Das wär’ nicht unbedingt doof, sondern recht devot, und, liebe Freundinnen, dass Ihr mich so erlebt, das lasse ich jetzt einfach geschehen.

 

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