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	<title>Feine Erotik &#187; Gucknet</title>
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	<description>Eros, Lust und Liebe</description>
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		<title>Ist Sadomasochismus salonfähig? Wissenschaftlerin forscht zu &#8220;Shades of Grey&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2015 22:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gucknet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Theresa Osterholzer Marketing &#38; Presse Hochschule Neu-Ulm Presseerklärung: Die Romane „Fifty Shades of Grey“ sorgten für Furore und avancierten zum Bestseller-Erfolg. Auch die Verfilmung weckt großes mediales Echo. Warum begeistert „Sadomasochismus“ die Gesellschaft? Verändert die Beschäftigung mit diesem Thema die <a class="more-link" href="http://gucknet.de/uncategorized/shades-of-grey-und-die-sado-maso-akzeptanz">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4></h4>
<h5>Theresa Osterholzer <em>Marketing &amp; Presse</em><br />
<a href="http://idwf.de/de/institution1632">Hochschule Neu-Ulm</a></h5>
<p>Presseerklärung:</p>
<p><em>Die Romane „Fifty Shades of Grey“ sorgten für Furore und avancierten zum Bestseller-Erfolg. Auch die Verfilmung weckt großes mediales Echo. Warum begeistert „Sadomasochismus“ die Gesellschaft? Verändert die Beschäftigung mit diesem Thema die Einstellung dazu? Sibylle Schulz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Neu-Ulm (HNU), befragte Leserinnen und Leser der Romane. Sie kommt zu dem Schluss: Die meisten Leser finden die Erotik in den Romanen anregend, würden die dargestellten Sexualpraktiken aber nicht selbst ausprobieren wollen. <span id="more-1188"></span></em></p>
<p>„Bis vor kurzem erregte Literatur mit sadomasochistischer Erotik Anstoß und Sadomasochismus, also SM, galt als pervers und bizarr. Und nun fasziniert die ‚Shades of Grey‘-Trilogie mit reichlich SM ein Millionenpublikum. Diese Diskrepanz brachte mich dazu, mich mit dem Thema näher zu beschäftigen“, so Sibylle Schulz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Neu-Ulm. Sie geht der Frage nach, ob die Romantrilogie und die darin enthaltenen sexuellen Praktiken im SM-Bereich Einfluss auf das sexuelle Verhalten der Leserschaft haben. Darüber hinaus hinterfragt sie, ob das Werk Barrieren zum Thema Sadomasochismus abbaut und ob oder inwiefern es einen vorurteilsfreieren und toleranteren Zugang zu SM schafft. Dabei gibt sie einen historischen Abriss über den ehedem als Perversion eingestuften Sadomasochismus und analysiert seine bisherige Darstellung in Kunst, Werbung, Literatur und Popkultur.<br />
Sibylle Schulz betrachtet das Thema „Sadomasochismus“ und die mediale Darstellung aus Sicht der Kommunikationswissenschaft und Sexualwissenschaft und befragte hierfür im Rahmen einer Vorstudie 18 Leserinnen und Leser der Bücher. Dabei gaben über 80 Prozent der Befragten an, die Erotik „anregend“ zu empfinden, 60 Prozent empfinden diese „heiß“, 15 von 18 Befragten ist diese Art von Erotik neu und weniger als ein Drittel würde die Sexualpraktiken der Romane ausprobieren.</p>
<p>Sibylle Schulz Beitrag „Hausse für Peitschensex und Fesselliebe: Sadomasochismus 2014 – von der Subkultur zum Mainstream?“ ist im Sammelband „Medialisierung und Sexualisierung. Vom Umgang mit Körperlichkeit und Verkörperungsprozessen im Zuge der Digitalisierung“, erschienen 2015 im Springer Fachmedien Verlag, veröffentlicht.</p>
<p>Ansprechpartnerin:<br />
Sibylle Schulz, 0731/9762-1518<br />
sibylle.schulz@hs-neu-ulm.de</p>
<hr />
<p><strong>Merkmale dieser Pressemitteilung:<br />
</strong> Journalisten<br />
Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Psychologie<br />
überregional<br />
Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Publikationen<br />
Deutsch</p>
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		<item>
		<title>Der zweite Trailer von Fifty Shades of Grey</title>
		<link>http://gucknet.de/medien/der-zweite-trailer-von-fifty-shades-of-grey</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2014 07:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gucknet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 12. Februar 2015 kommt die Verfilmung von Fifty Shades of Grey ins die Kino, und drei Monate vor dem Filmstart gibt es einen zweiten Trailer mit vielen winzigen  Filmausschnitten. Buch und Film haben wohl die Aufgabe, den &#8220;weiblichen Masochismus&#8221; <a class="more-link" href="http://gucknet.de/medien/der-zweite-trailer-von-fifty-shades-of-grey">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 12. Februar 2015 kommt die Verfilmung von Fifty Shades of Grey ins die Kino, und drei Monate vor dem Filmstart gibt es einen <a title="https://www.youtube.com/watch?v=TXySEIoqZfw" href="https://www.youtube.com/watch?v=TXySEIoqZfw" target="_blank">zweiten Trailer</a> mit vielen winzigen  Filmausschnitten.</p>
<p><span id="more-1119"></span><a href="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/11/fifty-shades-of-grey-zweite_448x597.jpg"><img class="size-full wp-image-1120 alignleft" title="fifty-shades-of-grey-zweite_448x597" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/11/fifty-shades-of-grey-zweite_448x597.jpg" alt="" width="226" height="301" /></a>Buch und Film haben wohl die Aufgabe, den &#8220;weiblichen Masochismus&#8221; zu illustrieren, wenn auch der <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Sacher-Masoch" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Sacher-Masoch" target="_blank">Namensgeber</a> des psychischen Phänomens ein Mann war.</p>
<blockquote><p>&#8220;Im Jahre 1886 veröffentlichte der Psychiater und Neurologe <a title="Richard von Krafft-Ebing" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_von_Krafft-Ebing" target="_blank">Richard von Krafft-Ebing</a> seine <em><a title="Psychopathia sexualis (Krafft-Ebing)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathia_sexualis_%28Krafft-Ebing%29" target="_blank">Psychopathia sexualis</a></em>, in welcher eine Gruppe bestimmter Verhaltensweisen unter dem Namen <a title="Masochismus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Masochismus" target="_blank">Masochismus</a> zusammengefasst sind. Sacher-Masoch und seine Anhänger wehrten sich gegen diesen Begriff vergebens; die Bezeichnung setzte sich durch und blieb lange dominierend. Der Mann, der dem <em>Masochismus</em> den Namen gegeben hatte und seine Literatur gerieten in Verruf und schließlich in Vergessenheit. In jüngerer Zeit ersetzte das komplexere Modell des <a title="BDSM" href="http://de.wikipedia.org/wiki/BDSM" target="_blank">BDSM</a> diesen Begriff in vielen Bereichen &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Anders gesagt: In jüngerer Zeit wird Masochismus nicht mehr (unbedingt) als krankhaft, sondern zunehmend als normal betrachtet. Die &#8220;therapeutische Leitfrage&#8221; ist dann, ob der/die Betroffene unter dem Phänomen leidet &#8211; wenn das auch eine paradoxe Frage ist, denn Masochisten wollen ja leiden, leiden, wenn sie nichts zu leiden haben.</p>
<p>Die Situation, im Witz erklärt: &#8220;Schlag mich&#8221;, sagt der Masochist zum Sadist. &#8220;Nein&#8221;, antwortet dieser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Geschützt: &#8220;Der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“﻿  Arthur Schopenhauer</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Oct 2014 22:58:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gucknet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein geschützter Artikel ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<form action="http://gucknet.de/wp-pass.php" method="post">
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		<title>Der fügsame Mann</title>
		<link>http://gucknet.de/weibliche-dominanz-2/der-fugsame-mann</link>
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		<pubDate>Sun, 31 Aug 2014 06:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gucknet</dc:creator>
				<category><![CDATA[weibliche Dominanz]]></category>
		<category><![CDATA[der gefügige Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>

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		<description><![CDATA[„Der Mann ist fügsam und einfach zu lenken, er unterwirft sich leicht der Herrschaft der Frau, die ihn beherrschen will.“ ―Valerie Solanas &#160; Liebe Freundinnen, viel habe ich diesem Zitat ja nicht hinzuzufügen: Dass der weibliche Wille zur Herrschaft, zur <a class="more-link" href="http://gucknet.de/weibliche-dominanz-2/der-fugsame-mann">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Der Mann ist fügsam und einfach zu lenken, er unterwirft sich leicht der Herrschaft der Frau, die ihn beherrschen will.“ </strong><br />
<strong> ―<a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Valerie_Solanas" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Valerie_Solanas" target="_blank">Valerie Solanas</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-979"></span>Liebe Freundinnen,</p>
<p>viel habe ich diesem Zitat ja nicht hinzuzufügen:</p>
<p>Dass der weibliche Wille zur Herrschaft, zur Macht, manchmal arg schwach ausgeprägt ist.</p>
<p>Dass manche Schwester vielleicht beherrschen will, aber nicht weiß, wie unterwerfen. Dass es für Männer mit dem Wunsch nach Unterwerfung kontraproduktiv wäre, sich einer nicht-herrschaftsfähigen Frau unterwerfen zu wollen. Dass Solanas ihrer Zeit voraus war, unser Umdenken befördert hatte und nicht anständig von ihren Thesen leben konnte. Dass sie provoziert hatte.</p>
<p>Ob ich heute mit einer</p>
<h2>Anleitung, den Mann gefügig zu machen</h2>
<p>auch provozieren würde?</p>
<p>Schön, wenn Ihr Euch fragt, was diese Anleitung beinhalten würde. Wie sähe sie denn bei Euch aus?</p>
<p>Fällt Euch nichts ein oder wollt Ihr Eure Tricks für Euch behalten, oder bevorzugt Ihr ein Leben als angepasstes Weibchen?</p>
<p>Oder könntet Ihr ihn langsam an das Thema heranführen: Göttinen sind nützlich, Göttinnen sind ein schönes <a title="http://www.femdomartists.com/implied-female-domination/worshipping-venus" href="http://www.femdomartists.com/implied-female-domination/worshipping-venus" target="_blank">Beipiel</a>&#8230;</p>
<p><a href="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/08/Venus-Woman-Worship-Adoration.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-987" title="Venus-Woman-Worship-Adoration" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/08/Venus-Woman-Worship-Adoration.jpg" alt="" width="450" height="532" /></a></p>
<p>Bilder sollen seine Phantasie beflügeln, und innere Bilder, die beim Vorlesen entstehen, so mein Vorschlag.</p>
<p>Aber das ist leicht für mich, den ich habe ja meinen engagierten Vorleser Roman, und der schreibt auf Aufforderung &#8211; manchmal auch aus eigenem Antrieb &#8211; zur Not auch mal selbst seine Texte.</p>
<p>Die sind manchmal subversiv, manchmal submissiv. Kürzlich hat er mir</p>
<h3>&#8220;Der gefügige Mann -<br />
Manifest meiner Unterwerfung&#8221;</h3>
<p>vorgelesen. Durchaus nett. Eigentlich ist es mehr ein Bühnenstück, ein monologischer Einakter, und die Regieanweisungen hat er vorgelesen, statt sie auszuführen, was ja bei einer Telefon-Lesung in Ordnung ist. Das Schlussbild hätte dann der oben dargestellten Venus-Verehrung entsprochen.Vielleicht sehen wir uns ja mal bei einer Aufführung &#8211; oder würdet Ihr es lieber im ganz privaten Rahmen mit dem persönlichen Darsteller Eurer Wahl anschauen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Emanzipiert &#8211; von der Emanzipation emanzipiert</title>
		<link>http://gucknet.de/emanzipation/emanzipiert-von-der-emanzipation-emanzipiert</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2014 11:19:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gucknet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freundinnen, so richtig fortschrittlich, kritisch, links sein: Das ist ja mit den Frauenbuchläden, Frauencafés, Frauendiskursen etwas eingeschlafen. Ich habe mich in Rosa nie wohlgefühlt, und auch nicht in violett. Rot &#8211; das war meist so ein Radieschen-Rot, und im <a class="more-link" href="http://gucknet.de/emanzipation/emanzipiert-von-der-emanzipation-emanzipiert">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freundinnen,</p>
<p>so richtig fortschrittlich, kritisch, links sein: Das ist ja mit den Frauenbuchläden, Frauencafés, Frauendiskursen etwas eingeschlafen. Ich habe mich in Rosa nie wohlgefühlt, und auch nicht in violett. Rot &#8211; das war meist so ein Radieschen-Rot, und im Anarchismus habe ich mich auch nie wohlgefühlt &#8211; da gab es kein Heimatgefühl. So viel zu meinen Jugendsünden. Heute komme ich ohne das aus. <span id="more-924"></span>Früher hatte ich mal die Deutsche Volkszeitung abonniert, die waren streng auf DKP-Linie, und ich machte mir einen heimlichen Spaß aus meinen Versuchen, deren Argumentation vorauszusehen. Das Neue Deutschland wurde häufig zitiert, argumentiert heute noch wie damals, auch häufig. Das ist mein Gefühl, keine Tatsachenbehauptung. Es ist schon unangenehm: Nur wegen so ein paar Stichworten hab&#8217; ich gleich das Gefühl: &#8220;F&#8230;. hört mit.&#8221; Weil ich jetzt doch noch eine Anarchistin zitieren muss, wegen Emanzipation:</p>
<blockquote><p>Die Emanzipation selbst war schon vor der Emanze ein Begriff der Frauenbewegung, deren Ziel Gleichberechtigung ohne politischen Umsturz lange in der Kritik. So schrieb die Anarchistin Emma Goldmann zur Jahrhundertwende: »Es ist heute für die Frau notwendig geworden, sich von der Emanzipation zu emanzipieren, will sie wirklich frei sein.«</p></blockquote>
<p>So etwas finden wir im <a title="http://www.neues-deutschland.de/artikel/934963.folge-47-emanzipation-substantiv-die.html" href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/934963.folge-47-emanzipation-substantiv-die.html" target="_blank">Neuen Deutschland</a> &#8211; soll wohl Vergangenheitsbewältigung/ Aufarbeitung &#8220;jüngere Geschichte der BRD&#8221; sein, also keine Entnazifizierung, auch keine Läuterung der politischen Elite (eh ein fragwürdiger Begriff, die Bauern haben immer nur gesagt &#8220;Fett schwimmt oben&#8221;) &#8211; aber irgendwie scheint die APO es denen angetan zu haben.</p>
<p>Emma Goldmann &#8211; seitenweise habe ich <a href="http://www.aphorismen.de/suche?f_autor=1491_Emma+Goldman&amp;seite=3" target="_blank">Zitate </a>von ihr gelesen &#8211; imponiert mir.</p>
<blockquote><p>&#8220;Lass doch den frivolen Quatsch, diese erotischen Spinnereien, befreie dich von der fixen Idee der weiblichen Dominanz&#8221;</p></blockquote>
<p>- ist mir nur gerade eingefallen, bei &#8220;Emazipation von der Emanzipation&#8221;, aber das waren meine Gedanken, und ich weiß ja nicht, was  Emma heute sagen würde. Ist aber auch nicht so wichtig. Spielen wird Frau ja noch dürfen, und ihre Umwelt beobachten, schildern, und schreiben. Oder?</p>
<p>Packen wir noch eines drauf:</p>
<blockquote><p>Die Borniertheit der heutigen Auslegung der Unabhängigkeit und Emanzipation der Frau; die Angst vor der Liebe zu einem Mann, der ihr gesellschaftlich unterlegen ist; die Furcht davor, dass ihre Liebe sie ihrer Freiheit und Unabhängigkeit beraubt; der Horror davor, daß sie durch Liebe oder Muttersein daran gehindert wird, ihren Beruf richtig auszuüben – all dies trägt dazu bei, daß die emanzipierte Frau von heute zu einer zwangsmäßigen Jungfrau wird, an der das Leben mit seinen großen Höhen und Tiefen vorübergeht, ohne ihr Innerstes zu berühren oder gar zu packen.</p></blockquote>
<p>Was ich auch noch gelesen habe: &#8220;<a title="https://medium.com/@barbaragraham/it-took-30-years-for-me-to-understand-that-id-been-sexually-abused-by-my-female-camp-counselor-eaf12634adea?source=tw-504c7870fdb6-1411003689588&amp;utm_source=TwitterAccount&amp;utm_medium=Twitter&amp;utm_campaign=TwitterAccount" href="https://medium.com/@barbaragraham/it-took-30-years-for-me-to-understand-that-id-been-sexually-abused-by-my-female-camp-counselor-eaf12634adea?source=tw-504c7870fdb6-1411003689588&amp;utm_source=TwitterAccount&amp;utm_medium=Twitter&amp;utm_campaign=TwitterAccount">Barbara Graham’s memoir about her experience of being molested by her camp counselor and its aftermath</a>&#8220;. Ein ganzes Buch zu dem Thema&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Szenische Dominanz</title>
		<link>http://gucknet.de/weibliche-dominanz-2/szenische-dominanz</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Mar 2014 16:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gucknet</dc:creator>
				<category><![CDATA[weibliche Dominanz]]></category>
		<category><![CDATA[Erzeihung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehungsideen]]></category>
		<category><![CDATA[Weibliche Dominanz]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freundinnen, sprecht mir doch bitte mal nach: &#8220;Ich weiß nicht, wo meine Reise mich hinführt, aber ich wage den nächsten Schritt&#8221;. Damit können wir uns auch ein paar Gedanken zum Ziel machen: Mehr Unabhängigkeit, mehr Selbstbewusstsein, ein angenehmeres Leben, <a class="more-link" href="http://gucknet.de/weibliche-dominanz-2/szenische-dominanz">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freundinnen,</p>
<p>sprecht mir doch bitte mal nach: &#8220;Ich weiß nicht, wo meine Reise mich hinführt, aber ich wage den nächsten Schritt&#8221;.</p>
<p>Damit können wir uns auch ein paar Gedanken zum Ziel machen: Mehr Unabhängigkeit, mehr Selbstbewusstsein, ein angenehmeres Leben, befriedigendere Beziehungen &#8211; mal als Vorschlag. Wenn Ihr dazu den einen oder anderen <a href="http://www.psychologytoday.com/articles/201402/dreams-glory" target="_blank">Tagtraum </a>entwickelt, ist das in Ordnung. Es muss ja nicht immer die Geschichte vom Dornröschen, das vom Prinz erlöst wird, sein &#8211; als erwachsene Frauen können wir uns auch etwas selbständiger bewegen, uns nehmen, was wir wollen, erst recht, wenn es, oder er, uns schon angeboten wird. <span id="more-707"></span>Letzlich sollten wir jeden Mann mit dem Wunsch, zum Beispiel zu flirten, als ein Angebot verstehen: Als Mann, der sich anbietet. Manche möchten dabei <em>ihre</em> Bedingungen zugrunde legen, andere unsere Wünsche erfüllen; es liegt an uns, etwas daraus zu machen.</p>
<h2>Szenische Dominanz</h2>
<p>Ich könnte es auch szenische Dominanz nennen. Neben der <a title="http://gucknet.de/uncategorized/situative-dominanz" href="http://gucknet.de/uncategorized/situative-dominanz">situativen Dominanz</a> &#8211; die Dominanz tritt situatuationsgebunden auf, entwickelt sich &#8221; je nachdem, nach Lage der Dinge&#8221; &#8211; finden oder suchen wir die szenische Dominanz.<br />
Szenen sind kleinere Einheiten innerhalb der Situation. Aus der Abfolge der Szenen ergibt sich der Akt (im Theater), die Akte sind die großen Einheiten, die das Stück ergeben &#8211; meist durch einen Vorhang voneinander getrennt. Zwischen Anfangs- und Schlussszene entwickeln sich die Handlung, das Drama, die Rollen, die Beziehungen.</p>
<p><strong>Szenen der Dominanz,</strong> Szenen, in denen jemand oder etwas jemanden dominiert:</p>
<p>Dabei geht es um Macht und Ohnmacht, um &#8220;das Sagen haben&#8221; versus Hilflosigkeit, Bedürftigkeit, Abhängigkeit.<br />
Wer im Leben eher hilflos wirkt, oder von Gefühlen der Hilflosigkeit überflutet wird,  kann davon träumen, mächtig zu sein. Im Spiel kann die Rolle der Mächtigen erlebt werden, und diese &#8220;Gegen-&#8221; Erfahrung kann von der Hilflosigkeit befreien.</p>
<p>Wenige Insignien der Macht genügen, dass Frau Gehorsam verlangen kann. Kann sie das, ist die situative weibliche Dominanz gegeben. Welche <em>Szenen</em> sich dann abspielen, ist ihrer Regie überlassen &#8211; oder auch dem Zufall.</p>
<p>Tease and Denial ist ein unverzichtbarer Mechanismus der Dominanz. <strong>Sie</strong> kann zum Beispiel ihren Besuch für einen bestimmten Tag ankündigen, aber offen lassen, ob sie dann auch kommen wird, und ihn am fraglichen Tag mit einer mail &#8220;beglücken&#8221;, in der sie ihm mitteilt, dass sie ihren Besuch noch einmal verschiebt.  Frau demonstriert ihre Terminhoheit. Interessant wird es dann bei der Frage, ob er enttäuscht ist.<br />
Ist er es, und gibt das auch zu, kann er gleichzeitig die Einsicht entwickeln, dass ihre Vorstellungen von ihrer Zeitgestaltung relevanter sind als seine Wünsche, und das idealerweise auch formulieren.</p>
<blockquote><p>&#8220;Ja, ich war enttäuscht. Aber ich habe auch nicht richtig zugehört, habe es überhört, dass Du Dir den Besuch heute noch offen gelassen hast. Und deshalb muss ich mit meiner Enttäuschung auch selbst zurecht kommen. Natürlich verfügst Du selbst über Deine Zeit, wenn ich mir auch wünschen würde, dass Du für unsere Treffen Aussagen treffen würdest, die weniger unverbindlich sind.<br />
Ich muss wohl noch lernen, damit umzugehen, dass Du in der Hinsicht lieber spontan agierst, und mich dem anzupassen. Ehrlich gesagt, weil ich nicht so selbstsicher bin, beschleicht mich auch die Befürchtung, dass Du so ein Treffen leichter verschieben kannst, weil Du Dich nicht sonderlich für mich interessierst, und ich möchte gleichzeitig, dass Du es als angenehm, nicht als anstrengend empfindest, Dich mit mir zu treffen. Was kann ich dafür tun?&#8221;</p></blockquote>
<p>Ich will hier nicht zu viel verraten &#8211; diese Szene stammt aus &#8220;Romans Erziehung&#8221;, einem Text, den ich irgendwann mal veröffentlichen will, der, wie der Name sagt, von Romans Erziehung handelt. Das Zitat ist ein Auszug aus einer mail an eine Freundin, die vielleicht noch viel Spaß mit ihm haben wird.</p>
<p>Im <a title="http://gucknet.de/?s=isis" href="http://gucknet.de/?s=isis" target="_blank">Isis-Kult</a> dreht sich ja viel um die <em>göttliche Weiblichkeit</em>, und ein bisschen davon habe ich schon verstanden, das Prinzip der weiblichen Überlegenheit ist mir vom Ansatz her bekannt. Ich habe es noch nicht richtig verinnerlicht, finde auch, dass das ein nicht ganz einfacher Lernprozess ist. Eine Frage der Einsicht und Erfahrung.</p>
<p>&#8220;Romans Erziehung&#8221; ist, anders gesagt, ein Beispiel männlicher Unterwerfung, wenn Ihr wollt, auch in realer weiblicher Überlegenheit, wahrscheinlich nicht das letzte.</p>
<p>Die szenische Dominanz hat in diesem Zusammenhang eine hervorragende Bedeutung. Dass Sie  die Lektionen erteilt, und wie sie verstanden werden, ob sie zum Wohlverhalten des dienstbaren Wesens führen, kann über die Zufriedenheit der Herrin entscheiden. Romans (neue) Herrin macht sich so ihre Gedanken über wirksame Erziehungsideen:</p>
<blockquote><p>Wenn ich ihn leiden lasse, hat es keinen  Zweck, mit ihm mitzuleiden &#8211; hier ist also nicht Mitgefühl, sondern allenfalls Einfühlung sinnvoll. Wobei nicht gesagt ist, dass ich ihm aktiv &#8220;Leid&#8221; zufüge. Ich denke andererseits, auch das könnte, sollte  etwas  empathisches haben, und sehe keinen Grund (und auch keine Möglichkeit), meine Empathie auszuschalten. Gleichzeitig sehe ich es als Notwendigkeit an, ihn seine Unterlegenheit spüren zu lassen. Wer nicht hören will, muss fühlen, wer hören will, auch.</p></blockquote>
<p>Bei diesen Zeilen ist mir gerade das Wort &#8220;Machtergreifung&#8221; eingefallen: Die Herrin besteht auf einem Machtgefälle, und wir dürfen gespannt sein, in welchen Szenen sich das noch ausdrücken wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Pädophilie und Kleptomanie</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Feb 2014 19:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gucknet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Topos]]></category>

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		<description><![CDATA[!000 Leser waren es, gefühlt, die kürzlich bei der ZEIT ihren Sermon abgelassen haben in Kommentaren zu diesem der Pädophilie verdächtigten Politiker - Sind Menschen, die auf Kinder stehen, krank – und therapierbar? Wie häufig ist das? Und ist jeder, <a class="more-link" href="http://gucknet.de/topos/padophilie-und-kleptomanie">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>!000 Leser waren es, gefühlt, die kürzlich bei der ZEIT ihren Sermon abgelassen haben in Kommentaren zu diesem der Pädophilie verdächtigten Politiker -</p>
<p><strong>Sind Menschen, die auf Kinder stehen, krank – und therapierbar? Wie häufig ist das? Und ist jeder, der Kinder sexuell missbraucht, pädophil?</strong></p>
<p>Der <a href="http://www.zeit.de/wissen/2014-02/paedophilie-faq-edathy">Artikel </a>steht ausgerechnet in der Rubrik &#8220;Sexualforschung &#8211; doch die gibt es doch eigentlich gar nicht. <span id="more-843"></span></p>
<blockquote><p>Ist <s>#</s><strong>Edathy</strong> pädophil? Seriös zu beantworten ist das nicht. Aber man kann mit Mythen über <s>#</s><strong><strong>Pädophilie</strong></strong> aufräumen</p></blockquote>
<p>Das wurde also getweetet und retweetet, das schärfste war dann der Link zum <a href="http://apps.who.int/classifications/icd10/browse/2010/en#/F65">ICD-10</a>.</p>
<p>Von &#8220;Pädophilie&#8221; nur ein paar Items nach oben scrollen &#8211; schon sind wir bei der Kleptomanie. Dazwischen allerdings hätten wir vor einiger Zeit noch Homosexualität als krankhafte Störung gefunden, und der ach so böse Sadomasochismus und Fetischismus findet sich da noch heute. Was die Diskussion nicht gerade vereinfacht hat.</p>
<h4><strong>Disorders of sexual preference,  Incl.: paraphilias</strong></h4>
<p>Da findet sich so manches, was ich für mich akzeptieren kann, und haben wir nicht alle den Trieb, zu schauen und sich zu zeigen, nur mal zum Beispiel? Ansatzweise jedenfalls. Und ob jetzt ein Dildo ein Fetisch ist &#8211; wer entscheidet das?</p>
<p>Das ist aber nur ein Aspekt der Sache. Kinder müssen geschützt sein, basta. Wenn neben der <a href="http://gucknet.de/pornographie/kinderpornographie-diskussion">Kinderpornographie</a> auch noch ein Markt für &#8220;softe Bilder&#8221; existiert &#8211; davon hab&#8217; ich gar nichts gewusst &#8211; heißt das erst recht, dass die Kinder geschützt werden müssen. Aber bitte auch vor Misshandlung und vor übertriebener Prüderie. Dass in Amerika selbst die Badewanne nur mit Badeanzug oder Badehose belegt wird, ist dann doch wieder eklig und unhygienisch.</p>
<p id="watch-headline-title"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=I9DjTEPc6_Y">Pädophilie. Eine Neigung, über die man schweigt.</a> Wenn es Euch noch interessiert.</p>
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		<title>Netz-Erotika, und besondere Umstände bei der Partnerwahl</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 10:02:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gucknet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Netzerotik]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Penelope]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freundinnen, Nein, ich bin es nicht, diese historische Schönheit am Rande. Die brauche ich aber, um mein heutiges Thema zu illustrieren: Die Schwierigkeiten, sich zu zeigen, schamlos und selbstbewusst. Sicher, es müssen sich nicht alle im Sonnenlicht präsentieren &#8211; <a class="more-link" href="http://gucknet.de/uncategorized/netz-erotika-und-besondere-umstande-bei-der-partnerwahl">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/02/286px-Nude_Photograph_at_Cliffs.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-836" title="286px-Nude_Photograph_at_Cliffs" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/02/286px-Nude_Photograph_at_Cliffs.jpg" alt="" width="286" height="598" /></a>Liebe Freundinnen,</p>
<p>Nein, ich bin es nicht, diese historische Schönheit am Rande.</p>
<p>Die brauche ich aber, um mein heutiges Thema zu illustrieren: Die Schwierigkeiten, sich zu zeigen, schamlos und selbstbewusst.</p>
<p>Sicher, es müssen sich nicht alle im Sonnenlicht präsentieren &#8211; nachts zumal, reicht es mir auch mal romantisch, mit Kerzen.</p>
<p>Gestern hatte ich beim Surfen einen Film mit dem Titel &#8220;Penelope&#8221; gefunden; Gut, hatte ich gedacht: Mal etwas über die Frau des Helden, ein schönes Thema, denn wie die Gattin des  Odysseus auf ihren Helden gewartet hat, so lange Jahre, ist mir ein unerklärliches Rätsel, dessen Lösung ich eigentlich zu finden gehofft hatte.</p>
<p>Damit war dann aber doch nichts &#8211; was ich gefunden habe, war eine Komödie voller schwarzen Humors, und der würde Euch vielleicht ja auch erfreuen können, dachte ich &#8211; das war schon alles, was ich dazu sagen möchte. Die Kommentare unter dem Film hatte ich nicht verstanden: &#8220;Oh, what a nose, such a big nose&#8221;. Dann kam eine Korrektur: &#8220;Pig nose&#8221; hatte die Schreiberin eigentlich gemeint. Ups &#8211; das ist aber nicht politisch korrekt, dachte ich, aber in Wirklichkeit dann doch&#8230;</p>
<p>Hier der Link zu <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vhM6saBCEsw" target="_blank">YouTube</a>, und hier zum <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Penelope_%282006%29" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Penelope_%282006%29" target="_blank">Wikipedia-Eintrag</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Foto: <a title="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nude_Photograph_at_Cliffs.jpg" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nude_Photograph_at_Cliffs.jpg" target="_blank">Wikipedia</a>, copyright-free</p>
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		<title>Frau-Sein &#8211; Eileithyia, Isis, Geburtswehen</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Feb 2014 00:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gucknet</dc:creator>
				<category><![CDATA[OVID]]></category>
		<category><![CDATA[Abtreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Corinna]]></category>
		<category><![CDATA[Galli]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtenkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Isis]]></category>
		<category><![CDATA[Kybele]]></category>
		<category><![CDATA[Liebeselegien]]></category>
		<category><![CDATA[Liebeskunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freundinnen, ist es nicht so, dass wir Frauen uns durch unsere Fähigkeit, zu gebären, definieren? Ich meine, wenn es auch Frauen gibt, bei denen sich der Kinderwunsch nicht erfüllt, oder nur schwach entwickelt &#8211; wenn das Wort  &#8220;Bestimmung&#8221; auch <a class="more-link" href="http://gucknet.de/ovid/frau-sein-eileithyia-isis-geburtswehen">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freundinnen,</p>
<p>ist es nicht so, dass wir Frauen uns durch unsere Fähigkeit, zu gebären, definieren? Ich meine, wenn es auch Frauen gibt, bei denen sich der Kinderwunsch nicht erfüllt, oder nur schwach entwickelt &#8211; wenn das Wort  &#8220;<em>Bestimmung</em>&#8221; auch nicht so ganz passt &#8211; sind wir nicht erst als <em>Mutter</em> eine vollständige Frau?</p>
<p><span id="more-795"></span>So eine Frage ist natürlich typisch menschlich, in der gesamten Natur vermehren Männleins und Weibleins sich, ohne darüber nachzudenken, ohne Bedenken, ohne Geburtshelferinnen; aber bei uns Menschen müssen auch die Männchen den Wunsch entwickeln, zu gebären, jedenfalls hat der griechische Obergott Zeus das fertiggebracht, natürlich als Kopfgeburt, letztlich aus einem Neid heraus, wie selbst die Wissenschaft meint: Gebärneid heißt der Begriff, wenn ich auch nicht der Meinung bin, wir wären zu beneiden.</p>
<p><a href="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/Amphora_birth_Athena_Louvre_F32.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-796" title="Amphora_birth_Athena_Louvre_F32" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/Amphora_birth_Athena_Louvre_F32.jpg" alt="" width="600" height="620" /></a></p>
<p>&#8220;Lenis ades precibusque meis fave, Illithyia&#8221; oder auch &#8220;gütig sei zur Stelle und sei meinen Bitten günstig, Eileithyia!&#8221; &#8211; das ist wieder so eine OVID-Zeile, die mich ins Grübeln gebracht hat, denn: <strong>&#8220;Wer ist Eileithyia?&#8221;</strong></p>
<p>Auf unserem Bild ist sie am rechten Rand. Zeus links, und aus seinem Kopf kommt gerade Athene, deren Namen wir heute noch in &#8220;Athen&#8221; wiederfinden. Ist es nicht bezeichnend, dass für Weisheit, Strategie,  Kampf, Kunst, Handwerk und Handarbeit eine weibliche Göttin zuständig ist? Eileithyia ist hier, wie gesagt, Geburtshelferin, und die Worte &#8220;Lenis ades precibusque meis fave, Illithyia&#8221; verwendet OVID, um Isis anzurufen.</p>
<p>Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Dichter hier die Mythen versehentlich vermischt hat, eher können wir davon ausgehen, dass Isis und Eileithyia die gleiche Funktion, aber unterschiedliche Namen haben.<br />
Das erklärt sich dadurch, dass es Archetypen gibt, hier die Urfigur für Weiblichkeit, quasi eine einheitliche Statue, die in den verschiedenen Regionen (Religionen)  der Welt nur unterschiedlich angemalt sind. Bei C.G. Jung heißt das dann &#8220;Urmutter&#8221;, und bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Archetypus">Wikipedia </a>wird von &#8220;&#8230; psychische(n) Strukturdominanten, die als unbewusste Wirkfaktoren das Bewusstsein beeinflussen und dieses z. B. präfigurieren und strukturieren &#8230;&#8221; gesprochen.</p>
<p>Ich denke mal, dass des Teufels Großmutter nur in unserem Hirn vorkommt, weil wir mal ein Märchen gehört haben, in dem sie vorkommt und wir die Begriffe für links, rechts, oben und unten, Tag und Nacht, Mann und Frau haben, weil wir zwei Hände haben, Kopf und Füße und so weiter.</p>
<p>Auch die Geburtshelferin ist ein Archetyp, wie die Amme, die Gouvernante, die Amazone, die Königin, die Göttin &#8211; und in dieser weiblichen Reihe ist Isis in der Hierarchie an höchster Stelle. Abgesehen von der Amme gibt es diese Reihe auch mit männlichen Vorzeichen, also Arzt, Dom, Krieger, König und Gott &#8211; wobei unsere Männer höchstens zum Halbgott taugen,  oder das jedenfalls öfters gerne würden.<br />
Das Kind ist von der Empfängnis an von Frauen abhängig, dadurch ist die Bindung an die weiblichen Bezugspersonen größer; darin liegt die Wurzel der weiblichen Überlegenheit.</p>
<p>Als Sport- und Laufcoach genieße ich insgeheim diese Überlegenheit, meinem Macker gegenüber gebe ich mich partnerschaftlich &#8211; ich kenne ihn ja besser als er sich und gebe ihm auch mal, was er braucht, wenn ich mich ganz passiv gebe und ihm gestatte, zu zeigen, was für tolle Knoten er beherrscht. Wenn er es nicht verträgt, seine tatsächliche Abhängigkeit zu erleben, muss Frau ihm halt den Rücken stärken:</p>
<p>&#8220;<a title="http://kristinamirasol.net/2012/11/27/the-mistress-manual-the-good-girls-guide-to-female-dominance/" href="http://kristinamirasol.net/2012/11/27/the-mistress-manual-the-good-girls-guide-to-female-dominance/" target="_blank">The goal</a> is to identify which archetypes reflect both you and your significant other’s needs, and come to a compromise so that both parties are satisfied and fulfilled.&#8221;</p>
<p><a href="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/mamas-and-papas.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-800" title="mamas-and-papas" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/mamas-and-papas.jpg" alt="" width="600" height="450" /></a></p>
<p>Die Idylle von &#8220;Mama, Papa, (Kind)&#8221; ist vielleicht ein etwas modernerer <em>Archetypus für Familie</em> &#8211; das mal am Rande und probehalber. Waren die Frauen hier nur im Hintergrund aufgestellt, so war Janis Joplin eher der göttliche Typus. Leider hatte der Gott des Rausches sie in seinen Bann gezogen. Ihr findet vielleicht andere Figuren aus unserer Zeit urtümlich-archetypisch.</p>
<p>Kommen wir zu ernsteren Dingen, der Fortsetzung des Gebets an Iris:</p>
<blockquote><p>hierher wende deine Blicke und mit einer schone zwei;<br />
denn der Herrin wirst Du das Leben geben, sie mir.<br />
Oft hat sie an bestimmten Tagen dir dienend in deinem Tempel gesessen,<br />
wo die Schar der Galli deinen Lorbeer blutig färbt.<br />
Du erbarmst dich der Mädchen, die von Geburtswehen gequält sind,<br />
deren schwerfälligen Leib die verborgene Last spannt;<br />
gütig sei zur Stelle und sei meinen Bitten günstig, Eileithyia!</p></blockquote>
<p><a href="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/Winged_goddess_Louvre_F32.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-810" title="Winged_goddess_Louvre_F32" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/Winged_goddess_Louvre_F32.jpg" alt="" width="280" height="269" /></a>Unter dem Sessel des gebärenden Zeus wirkt eine, wie Isis,  <a title="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/53/Winged_goddess_Louvre_F32.jpg/624px-Winged_goddess_Louvre_F32.jpg" href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/53/Winged_goddess_Louvre_F32.jpg/624px-Winged_goddess_Louvre_F32.jpg" target="_blank">geflügelte Göttin</a>, man weiß nicht, welche Göttin; ich würde sagen, es handelt sich um ein Engelchen. Bei der Geburt herrscht ein kompliziertes Zusammenspiel mehrer Helferinnen, Kräfte, seelischer Energie, Instanzen &#8211; aber gerade dazu ist es bei Corinna nicht gekommen, deshalb diese Anrufung der Isis, die wir untersuchen, um mehr über den Isis-Kult zu erfahren.</p>
<p>Der Sinn des Gebets erschießt sich übrigens erst, wenn wir uns vorstellen, dass der Dichter es so vorträgt, dass Corinna genau hört, was er sagt. Sein Vortrag gilt primär der Geliebten, ihr will er vermitteln, dass er sich bei der Göttin für sie einsetzt, und wie er zu ihr steht. Damit mag das Gesagte auch eine therapeutische Wirkung bekommen, wenn er ihr seine Liebe versichert: Die Göttin um Zuwendung bittend, der Geliebten versichernd, dass sein Leben von ihr abhängt, dass sie seine Herrin ist, verbreitet er Zuversicht und erinnert an Corinnas Glauben an die Göttin der Weiblichkeit, baut eine Stimmung des Vertrauens auf.</p>
<p>Er erinnert die Göttin daran, dass Corinna doch regelmäßig an Göttinnen-Diensten teilgenommen oder mitgewirkt hat, in denen es durchaus auch blutig zugegangen ist.</p>
<p>Die Galli, Priester der <strong>Kybele</strong>, wieder so eine Göttin der Weiblichkeit im alten Rom, waren Kastraten oder Eunuchen, die sich im kolletktiven Rausch selbst entmannt hatten &#8211; wir können uns denken, dass der Dichter der Liebe diesen Kult verabscheut hat.<br />
Dieser Kult ist vielleicht wie der Rückschlag eines Pendels von der &#8220;Phallokratie&#8221; herüber zu einer extremen Form der Kontrolle des Phallus zu verstehen; den Phallozentrismus kennen wir ja &#8211; in der einen oder anderen Form &#8211; immer noch, wie auch seine Verleugnung, die männliche Keuschheit in Zölibat und bizarren Lebensformen.<br />
&#8220;Phallischen Narzissmus&#8221; nennt es die Psychologie, wenn die Kerle aus lauter Stolz auf ihre Erektion diese doch vorübergehende Fähigkeit überschätzen und sich schlimmer gebärden als der radschlagende Pfau.<br />
Aber Männer und auch Frauen sind nicht immer glücklich mit ihrem Geschlecht, manchmal kommt es zur Geschlechtsumwandlung, einer &#8220;neuen Identität&#8221;, obwohl ein Rollentausch oder die Veränderung der sozialen Rolle auch ohne Körpermodifikation möglich wäre.<br />
Keine &#8220;Verwandlung&#8221; kann bisher Gebär- oder Zeugungsfähigkeit herstellen, womit die Verwandelten mehr Neutrum als Frau oder Mann sind.</p>
<p>Die Bitte, sich zu erbarmen, die Bitte um Mitleid oder Mitgefühl verdeutlicht noch einmal das <em>Machtgefälle</em> zwischen Bittsteller und Göttin &#8211; das ist im Monotheismus mit seinem allmächtigen Gott noch größer. Als hätte der Mensch keinen Funken Göttlichkeit in sich.</p>
<p>Die Situation ist &#8211; wir wissen ja, dass OVID mit Corinna nicht zusammengelebt hat &#8211; rein fiktiv, aber prototypisch, wenn es auch Liebhaber geben mag, die sich um eine Abtreibung und ihre Folgen keine Gedanken gemacht haben. Solche Gedankenlosigkeit, Leichtsinnigkeit ist aber an kein Geschlecht gebunden, kommt vor.<br />
Ansonsten stelle ich mir vor, dass das Wissen über Empfängnis und -Verhütung zumindest im Tempel der Isis &#8211; wie auch hier im Gedicht, das auch den Zweck haben mag, die unseligen Zustände im alten Rom azuprangern und zu verändern &#8211; thematisiert worden ist.</p>
<p>Ihr könnt diese Geschichte selbst interpretieren, wie Ihr wollt. Ich schließe mich für heute dem Gedanken von  <a title="http://gucknet.de/sample-page/das-erotische-buch-bei-gucknet/quellen" href="http://gucknet.de/sample-page/das-erotische-buch-bei-gucknet/quellen" target="_blank">Gildenhard und Cissos </a>an:</p>
<blockquote><p>an episode can be laced with programmatic, intertextual, or generic gestures and still offer a meditation on human experience</p></blockquote>
<p>Unsere Ideen, was und wie wir denken, steht eben immer im Zusammenhang mit dem, was wir an Ideen aufnehmen.</p>
<p>´</p>
<p>— Hinweis: —</p>
<p><a href="http://gucknet.de/sample-page/das-erotische-buch-bei-gucknet/ovids-liebeskunst-fuer-frauen-interpretation-von-leilah"><img title="liebeskunst-fuer-frauen" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2012/03/liebeskunst-fuer-frauen.jpg" alt="" width="600" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gucknet.de/sample-page/das-erotische-buch-bei-gucknet/ovids-liebeskunst-fuer-frauen-interpretation-von-leilah">Zur Übersicht: Die Liebeskunst für Frauen nach OVID in der Interpretation von Leilah</a></p>
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		<title>Corinna, der Autor und Isis</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jan 2014 21:39:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gucknet</dc:creator>
				<category><![CDATA[OVID]]></category>
		<category><![CDATA[Corinna]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Isis]]></category>
		<category><![CDATA[Kult]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freundinnen, ich bin keine Dozentin, ich recherchiere. Zum Beispiel über &#8220;das Matriarchat&#8221; &#8211; wenn es das denn gegeben hat. Wir stellen uns den Olymp immer als von Gottvater Zeus beherrscht vor, und Hera mehr als eine Randfigur &#8211; das <a class="more-link" href="http://gucknet.de/ovid/corinna-der-autor-und-isis">weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freundinnen,</p>
<p>ich bin keine Dozentin, ich recherchiere. Zum Beispiel über &#8220;das Matriarchat&#8221; &#8211; wenn es das denn gegeben hat. Wir stellen uns den Olymp immer als von Gottvater Zeus beherrscht vor, und Hera mehr als eine Randfigur &#8211; das ist aber so eine Sicht, die uns eingepflanzt worden ist, weil unser Herrgott, nomen est omen, offenbar männlich ist. <span id="more-725"></span>Vor diesem Monotheismus &#8211; &#8220;Du sollst keine anderen Götter haben neben mir&#8221; &#8211; hat es für jedes Problem,  jede Lebenssituation, eine spezielle Gottheit gegeben, eine praktische Arbeitsteilung.<br />
<strong>Die Macht des Weiblichen</strong> wurde von Isis repräsentiert, und auch unser OVID, dessen &#8220;Liebeskunst für Frauen&#8221; ich noch zu bearbeiten habe, hat ihr gehuldigt, und  diese Huldigung ist überliefert, im 2. Buch der Liebeselegien, 13. Elegie.</p>
<p>Ich denke, Frau darf, auch wenn sie mit dem einen Text befasst ist, aus einem anderen schöpfen: Würde OVID heute schreiben, wären seine Texte mit Hyperlinks gespickt; damals musste man sich die denken, die Stellen und Zusammenhänge kennen, auf die er anspielte. Ich bin ja Novizin auf dem Gebiet, kann aber, was damals niemand konnte: Googeln. So, und nicht wegen meiner profunden Literaturkenntnisse, habe ich diese Stelle gefunden.</p>
<p>Corinna, die Freundin des in der Ich-Form berichtenden Dichters, hat</p>
<blockquote><p>&#8220;unbedacht an der Last ihres trächtigen Leisbes gerüttelt &#8230;, und ob sie leben wird, ist zweifelhaft. Sie hat ohne mein Wissen ein so gefährliches Wagnis unternommen, meinen Zorn verdient sie, aber Zorn schwindet vor der Furcht.&#8221;</p></blockquote>
<p>Corinna hat also abgetrieben, oder es versucht, und schwebt in Lebensgefahr. Der typische Mann fragt sich sogleich, ob das Kind denn auch von ihm gezeugt worden ist, will es glauben, und hat wegen dem ungewollten, &#8220;unabgesprochenen&#8221; Kind auch so seine Schuldgefühle: &#8220;Und dabei empfing sie von mir, oder ich glaube es wenigstens; oft nehme ich als Tatsache, was sein kann.&#8221;</p>
<p>Auch diese Situation ist eine Facette des Liebeslebens, wenn auch nicht erotisch im Wortsinne. Aber wir sehen hier sehr schön, wie der Mann denkt, und vor allem, wie und wen er um Hilfe bittet (denn hilflos ist er in dieser Situation, und sein Wunsch, der Freundin zu helfen, mag authentisch sein):</p>
<blockquote><p>&#8220;Isis, Herrin über Paraitonion und die üppigen Flure Kanopos,<br />
über Memphis und Pharos, das an Palmen reich ist,<br />
und über die Gefilde, die der schnelle Nil im breiten Bette durchgleitet,<br />
bis er sich durch sieben Öffnungen in den Fluren des Meeres verliert,<br />
Bei deinen Klappern bitte ich und bei des furchtbaren Anubis Gesicht<br />
(möge der fromme Osiris deinem Kult immer huldreich zugetan sein,<br />
und möge in langsamen Windungen die Schlange um deinen Gabentisch gleiten, und als Begleiter im Zuge der gehlörnte Apis schreiten):&#8221;</p></blockquote>
<p>Das eigentliche Gebet kommt gleich. Bisher ist nur klar, an wen die Rede sich richtet, und dass unser Dichter sich auskennt mit Isis &#8211; im Gegensatz zu mir.</p>
<div id="attachment_734" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a href="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/kleopatra.jpg"><img class="size-full wp-image-734" title="kleopatra" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/kleopatra.jpg" alt="" width="230" height="305" /></a><p class="wp-caption-text">Kleopatra VII - Foto cc Wikipedia</p></div>
<p>&#8220;Paraitonion&#8221; &#8211; habe ich nie gehört. Aber die Mutter der Iphis &#8211; klingt doch ganz wie Isis &#8211; hat in den &#8220;Metamorphosen&#8221; ebenfalls die Isis als Herrin über Paraitonion angeredet. Und Iphis wurde von Isis im &#8220;zarten&#8221; Alter von 13 Jahren von einem Mädchen in einen jungen Mann verwandelt. Iphis liebte ein Mädchen, und nach der Verwandlung war es keine lesbische Liebe mehr.<br />
So weit ist die Ovid-Forschung noch nicht, dass sie uns erklärte, warum OVID Isis mit Paraitonion verbindet &#8211; diese ägyptische Hafenstadt als von der Isis beherrschter Ort: Was hat OVID sich dabei gedacht?<br />
Eine &#8211; für Ägypten &#8211; traurige Berühmtheit erlangte Paraitonion 30 vor Christus, als die Truppen Octavians die westliche Grenzfestung Ägyptens und den östlichen Grenzposten Pelusion eroberten. Das war der Anfang vom Ende der Herrschaft Kleopatras, auf der die Hoffnungen der Menschen des Orients, die sich von Rom unterdrückt fühlten,  beruhten. OVID aber war, wenn nicht Kosmopolit, dann Römer, und schwerlich ein Fan der Kleopatra.<br />
Kanopos wiederum ist ein altägyptischer Kultort am Nil, berühmt durch den Orakeltempel des Gottes Kanopos, später Serapis, der hier in Gemeinschaft mit Isis, Anubis und Harpokrates verehrt wurde.<br />
Das Kanopos-Dekret sollte noch erwähnt werden: in dem Dokument einer im Jahre 238 v. Chr. abgehaltenen ptolemäischen Priestersynode geht es um die 365 Tage des Jahres und den vier-jährlichen <a href="http://www.aegyptologie.com/forum/cgi-bin/YaBB/YaBB.pl?action=albumprint&amp;idn=20030715124517&amp;seiten=&amp;hoehe=&amp;extra=&amp;steile=no">Schalttag</a>, den aber dann erst die Römer einführten.</p>
<div id="attachment_730" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/640px-Kolosstatue_Ramses_II_Memphis.jpg"><img class="size-full wp-image-730" title="640px-Kolosstatue_Ramses_II_Memphis" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/640px-Kolosstatue_Ramses_II_Memphis.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Ramses II, Foto cc From Wikimedia Commons</p></div>
<p>In Memphis muss es einen wichtigen Isis-Tempel gegeben haben, von dem aber kein Foto zu finden ist; eine überdimensionale Statue von Ramses gibt es dort noch heute -  sieht auch ganz gut aus.</p>
<div id="attachment_739" class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pharos_von_Alexandria"><img class="size-full wp-image-739" title="220px-Lighthouse_-_Thiersch" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2014/01/220px-Lighthouse_-_Thiersch.gif" alt="" width="220" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">Foto cc Wikipedia</p></div>
<p>&#8220;Pharos, das an Palmen reich ist&#8221; &#8211; sollten wir das kennen? In der Vergangenheit war es bekannt, berühmt, für das höchste Bauwerk der Antike, einen Leuchtturm, aber nicht für seine Palmen.</p>
<p>Wahrscheinlich sind die fehlerhaften, zumindest fraglichen, räumlichen Zuordnungen Absicht &#8211; aber welche Absicht steckt dahinter? &#8220;Du musst nicht alles glauben, was Dir über die Götter erzählt wird &#8211; das Meiste ist erdichtet. Wenn Du aber an Isis glaubst, dann ist sie überall, gerade auch bei Dir&#8221; &#8211; so ungefähr könnte dieser Passus zu deuten sein.</p>
<p>Oder auch:</p>
<blockquote><p>&#8220;Krieg, Mathematik, Technik verändern unsere Gesellschaft rapide &#8211; hier gibt es einen Fortschritt, und eine Evolution in der Religion ist unumgänglich, wenn es sich erst einmal herumspricht, dass der ganze Olymp erfunden ist. Der Gedanke an die Menschenrechte ist erst ein ganz zartes Pflänzchen. Eine Theologie der Erlösung wäre für den Übergang vielleicht ganz praktisch. Und so eine &#8220;Muttergottheit&#8221; brauchen wir allein schon wegen der Frauen, ich seh&#8217; es ja bei Corinna&#8221;.</p></blockquote>
<p>Corinna, und nicht Isis, ist OVIDs Herrin &#8211; ich habe hier etwas vorgegriffen. Und: &#8220;Den römischen Dichtern galt sie als Muster gelehrter und gleichzeitig schlichter Poesie (<a title="Properz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Properz">Properz</a> II 3, 21). P. Ovidius Naso benannte ihr zu Ehren die zentrale Figur seiner <em>Amores</em> daher <em>Corinna</em>.&#8221;<br />
Das steht in unserem kolletiven Wörtbuch unter dem Stichwort <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Korinna">Korinna</a>. Die &#8220;&#8230; war eine antike griechische Dichterin. Sie gilt manchen Kritikern als bedeutendste nach <a title="Sappho" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sappho">Sappho</a>.&#8221;</p>
<p>Das obige &#8220;oft nehme ich als Tatsache, was sein kann&#8221; bekommt so doch noch eine erweiterte Bedeutung. Aber das ist menschlich. Darauf beruht vielleicht auch die Kraft des Gebets, das wir hier eigentlich lesen wollten, und die Macht der &#8220;Rasseln&#8221;, die im Isiskult verwendet werden. Doch dazu mehr im nächsten Artikel.</p>
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<p>— Hinweis: —</p>
<p><a href="http://gucknet.de/sample-page/das-erotische-buch-bei-gucknet/ovids-liebeskunst-fuer-frauen-interpretation-von-leilah"><img title="liebeskunst-fuer-frauen" src="http://gucknet.de/wp-content/uploads/2012/03/liebeskunst-fuer-frauen.jpg" alt="" width="600" height="200" /></a></p>
<p><a href="http://gucknet.de/sample-page/das-erotische-buch-bei-gucknet/ovids-liebeskunst-fuer-frauen-interpretation-von-leilah">Zur Übersicht: Die Liebeskunst für Frauen nach OVID in der Interpretation von Leilah</a></p>
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<p>Weitere:</p>
<p>http://www.gottwein.de/Lat/ov/ovmet09666.php</p>
<p>http://www.swr.de/-/id=11425344/property=download/nid=660374/1ijocdq/swr2-wissen-20130723.pdf</p>
<p>http://isiopolis.com/2012/07/28/iphis-ianthe-and-isis-the-lgbt-friendly-goddess/</p>
<p>&nbsp;</p>
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