Neues aus dem Irrenhaus: Heute: Die Beschneidung der männlichen Vorhaut

Liebe Freundinnen,

“Was tue ich da meinem Sohn eigentlich an?”

ist eine Frage, die sich Mütter und auch Väter stellen, die ihren Sohn zur Beschneidung freigeben. Wobei diese Freigabe (entschuldigt bitte das schreckliche Wort)  im Sinne des Rechts auf körperliche Unversehrtheit nicht ihr Recht wäre.

Jetzt ist ein Buch gleichen Titels erschienen über

Die Beschneidung von Jungen und ihre Folgen.

Hier der Link zur Verlagsseite.

Die Frage, wie eine Gesellschaft mit ihren schwächsten Mitgliedern – den Kindern – verfährt, ist eine zivilisatorische Haltungsfrage. Es geht darum, jedes Kind – auch Kinder aus jüdischen oder islamischen Gemeinden – im Rahmen der geltenden Rechtsordnung und der UN-Kinderschutzkonvention vor Verletzungen und Übergriffen zu schützen, die sie als schwächere Opfer über sich ergehen lassen müssen, weil sie sich nicht wehren können.

Wie wir in Deutschland mit Kindern umgehen, was wir ihnen zumuten und wie konsequent wir sie vor jeder Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung schützen, hat viel mit dem Gewaltpotenzial in unserer Gesellschaft und der Zivilisierung unseres Umganges miteinander zu tun. Darum: Auch der Schutz kindlicher Genitalien vor dem verletzenden Zugriff durch archaische Verletzungsrituale gehört zu den Entwicklungsaufgaben einer sich zivilisierenden Gesellschaft.

Das war ein Zitat aus einem Interview mit dem Autor, Matthias Franz.

Teil des Wahnsinns ist, wenn diese Traumatisierung

(” Das Erlebnis, Beschneidungsopfer zu werden, der damit implizit auch verbundene Vertrauensbruch zu den Eltern, die Erfahrung von Gewalt und Schmerz, die Grenzüberschreitung im Intimsten, all das birgt entschieden traumatisches Potenzial – mit individuellen wie sozialen Folgen. Dazu zählt auch die unter hohem Gruppendruck unreflektierbare Weitergabe selbst erlebter Verletzungen an die nächste Generation.”)

im Kinderfernsehen verharmlos wird: Dass Kinder so was brauchen, glaub’ ich ja nicht. Wenn ich dann eine fundierte Kritik an dieser Sendung in einem privaten Weblog finde, kann ich mich immerhin freuen, dass es hier und da noch frei denkende Menschen gibt.

Ausschnitt aus einer atheistischen Polemik:

Was ist der “gefundene tägliche Sinn in Anbetracht eines absoluten Ende des Lebens” nun genau ?
Oder, um es kürzer zu sagen: “Sinn des Lebens” ?

Auch hier kann das Nichtrauchen … äh … Nichtglauben keine Antwort liefern. Es ist nur der “Zustand”, den man ohne einen Glauben an übernatürliche Wesen besitzt.

Na ja. Wenn Männer aufhören, zu glauben, hören sie auch auf, Frauen zu vergöttern – bedenklich. Matthias Franz meint ja, dass die Beschneidung in der Vorzeit der Bestandssicherung des Patriarchats gedient hat. Auch so etwas ist eine Glaubensfrage. Der Glaube daran, dass die Mutter immer eine Beschützerin ist, wird jedenfalls bei der Beschneidung  zerstört, in einer Zeit, in der es noch kein reifes Bewusstsein gibt. Das könnte natürlich auch zu einem unbewussten Hass auf die Frauen führen.

Wie sehr  viele Männer ihren Phallus narzisstisch besetzt haben, wissen wir Frauen doch recht genau.

Das muss jetzt alles gründlich entmystifiziert werden. Und

Wer aus Angst zu Unrecht als Antisemit bezeichnet zu werden seine Meinung für sich behält, der ist für demokratische Debatten aber wertloser Ballast – er wird als Opportunist sich der Mehrheit anschließen, und ändert insofern nichts am Ausgang der Debatte.

Welche Debatte?

Die “Palavermentarier [würden] heute ihre dumme Position von damals verteidigen um nicht als zugeben zu müssen sich geirrt zu haben.”

 

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